Volkswirtschaft

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  • Ausgaben Gesundheitswesen

    Grösseres Wachstum im Gesundheitswesen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft

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    2015 betrugen die Kosten im Gesundheitswesen 77,8 Mrd. Franken. Das sind CHF 38,2 Mrd. oder 96% mehr als 1996, dem Jahr der Einführung des KVG. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im gleichen Zeitraum um CHF 238 Mrd. oder 59% gewachsen und betrug 2015 CHF 645,6 Mrd. Phasen der Divergenz (2000 bis 2004) und der Konvergenz (2004 bis 2007) wechselten einander ab. Seit 2007 ist wiederum eine Divergenz eingetreten, d.h. eine Phase, in der die Kosten des Gesundheitswesens stärker anwachsen als das Bruttoinlandprodukt (2009 war gar ein negatives Wachstum des BIP zu verzeichnen).

    2015 machten die Kosten im Gesundheitswesen 12,1% des BIP aus. 1996 betrug dieser Anteil 9,7%. Pro Einwohner fielen 2015 9‘396 Franken für das Gesundheitswesen an. Das sind 3,2% mehr als 2014.

    2015 änderte das BFS seine Berechnungsmethode in Bezug auf die Gesundheitsausgaben. Die starke prozentuale Zunahme ist damit zu einem guten Teil erklärbar.

    Weitere Statistiken zum Thema

  • KOF Prognosen nach Leistungsarten

    Ambulante Spitalleistungen gewinnen immer mehr an Bedeutung

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    Der Anstieg der Gesundheitsausgaben setzt sich fort. Die KOF erwartet für 2016 eine Zunahme der gesamten Gesundheitsausgaben von 3.8% und 2017 einen etwas stärkeren Anstieg von 4.1%. Im Jahr 2018 wird sich die Zunahme in fast gleicher Höhe (3.9%) fortsetzen. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandprodukt steigt auf 13.0% im Jahr 2018. Dies sind die Ergebnisse der halbjährlichen KOF Gesundheitsausgabenprognose, die im Juni 2017 veröffentlicht wurde.

    Trotz des schwachen konjunkturellen Umfelds legten die gesamten Gesundheitsausgaben im Jahr 2015 überdurchschnittlich stark um 4.3% zu, wodurch das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt auf 12.1% anstieg (von 11.7%). 2016 konnte sich das konjunkturelle Umfeld etwas erholen. Somit dürften entsprechend der KOF Gesundheitsprognose die Gesundheitsausgaben im vergangenen Jahr mit 3.8% zugenommen haben. Im laufenden Jahr sollte sich die gesamtwirtschaftliche Lage weiter dynamisieren. Daher rechnet die KOF für das Jahr 2017 mit einem stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben.

    Eine nach wie vor dynamische Entwicklung lässt sich im dem Bereich «Ambulanten Kurativbehandlung» beobachten, was darauf hindeutet, dass die Verschiebung von Ausgaben von stationären in den ambulanten Bereich anhält. In der «Stationären Behandlung» sind Ausgaben für stationäre Kurativbehandlung, Rehabilitation und Langzeitpflege enthalten.